Pumpen für die Schokoladen Industrie

Die Geschichte der Schokolade ist genauso spannend, wie ihr Herstellungsprozess und was beachtet werden muss bei der Wahl der Pumpe.

Eine handvoll Kakaobohnen

Die Schokoladen Industrie ist ein wichtiger Industriezweig der Lebensmittelindustrie in Deutschland. Sie umfasst die Herstellung, Verarbeitung und den Vertrieb von Schokolade. Die deutsche Süßwaren Industrie ist weltweit führend in der Innovation und Produktion von hochwertigen Schokoladen.

Seit wann gibt es Schokolade?

Die Geschichte der Schokolade reicht gute 4000 Jahre zurück. Die erste Kakaopflanze wurde damals im alten Mittelamerika (heutiges Mexico) entdeckt. Die Olmeken, Latein Amerikas ältesten Zivilisationen, waren die ersten, die in den Genuss des Geschmacks von Schokolade kamen. Sie stellten Trinkschokolade her und benutzten sie als Medizin oder konsumierten sie in Ritualen. Erst einige Jahrhunderte später gelangten die Maya an die Kakaobohnen und benannten die Trinkschokolade als den Trank der Götter. Um den Trank der Götter der Mayas herzustellen brauchten sie geröstete und gemahlene Kakaobohnen. Dazu mischten sie Chilis, Wasser und Maismehl. Während der Zubereitung gossen sie die Mischung immer von einem Topf in den anderen um ein dickflüssiges, schaumiges Ergebnis zu erzielen.

Von den Azteken im 15. Jahrhundert wurden die Kakaobohnen als Währung genutzt. Für sie waren die die Kakaobohnen ein Geschenk des Gottes Quetzalcoat. Die Kakaobohnen wurden von ihnen ebenfalls in flüssiger Form zur Erfrischung oder als Aphrodisiakum getrunken. In manchen Fällen half die Trinkschokolade auch um sich auf den Krieg vorzubereiten.

Es dauerte noch sehr lange bis die Schokolade Europa eroberte. Zuerst gelangte sie nach Spanien. Die Spanier behielten die Schokolade jedoch noch sehr lange für sich. Lange Zeit war das Trinken der Trinkschokolade alleinige Sache der Wohlhabenden und der Oberschicht. Es gab jedoch auch katholische Mönche, welche die Trinkschokolade zu religiösen Zwecken konsumierten.

Aufgrund des Wandels während der industriellen Revolution wurde die Schokolade nach und nach für jede gesellschaftliche Schicht zugänglich.

Zu unseren Pumpen für die Schokoladenindustrie

Zu den Pumpen

Woraus besteht die Schokolade, die wir heute kennen?

Die Hauptbestandteile von Schokolade sind aus der Kakaobohne gewonnene Kakaomasse und Kakaobutter. Je nach dem ob dunkle-, weiße- oder Milchschokolade gewünscht ist, wird dem noch etwas hinzugefügt oder das Verhältnis ändert sich. Komponenten, welche hinzugefügt werden, können Zucker, Milchpulver und Lecithin sein.

Dabei muss sich an einige besondere Qualitätsnachweise gehalten werden. Als dunkle Schokolade bezeichnen, darf sich demnach nur Schokolade mit 43 % Gesamtkakao-Trockenmasse und davon mindestens 26 % Kakaobutter. Bei der Produktion von Vollmilchschokolade gilt, mindestens 30 % Gesamtkakaotrockenmasse und mindestens 18 % Milchtrockenmasse (mindestens 4,5 % Milchfett). Falls sich eine Schokolade als Edelschokolade bezeichnen möchte, sollte mindestens 40 % des Kakaoanteils aus Edelkakao sein. Dieser Kakao kann nur aus international festgelegten Anbauländern für Edelkakao stammen. Anbauländer für Edelkakao sind zum Beispiel Guatemala, Bolivien, Venezuela und noch einige Andere. Zusätzlich dazu gibt es noch sogenannte Herkunftsschokolade, bei welcher nur Kakao aus einem Herkunftsland verwendet wird.

Der Handelsbrauch und die Verbrauchererwartung regeln zusätzlich dazu noch einige Zusammensetzungen. Demnach besteht Zartbitterschokolade aus mind. 50 % Gesamtkakaotrockenmasse und Edel- / Extrabitterschokolade aus mind. 60 % Gesamtkakaotrockenmasse.

Allgemein lässt sich sagen, je höher der Kakaogehalt, desto qualitativ hochwertiger ist die Schokolade. Außerdem bestimmt der Anteil der Kakaomasse die Intensität des Schokoladengeschmackes.

Welche Funktion haben Pumpen in der Schokoladen Industrie?

Die Herstellung von qualitativ hochwertiger Schokolade ist sehr anspruchsvoll. Die Schokolade muss durch die verschiedensten Produktionsschritte gehen. Zu Beginn werden die Kakaobohnen zu Kakaomasse verarbeitet. Dafür werden die fermentierten Kakaobohnen, welche bestenfalls getrocknet, grob gebrochen und vorgereinigt aus ihrem Herkunftsland kommen, geröstet. Im Anschluss mischt man diese Masse mit Zucker, Kakaobutter und gegebenenfalls Milchprodukten.

Durch das Abpressen des filtrierten oder zentrifugierten Fettes der Kakaokerne, entsteht Kakaobutter. Die dabei entstehende Masse wird mit Walzwerken fein gemahlen. Um das Schmelzen der Schokolade im Mund zu erreichen, muss der Zucker auf eine Größe von 10–20 Mikrometer reduziert werden. Im Anschluss wird die gemahlene Masse erwärmt und gerieben, das sogenannte Conchieren. Falls hierbei die Viskosität beeinflusst werden muss, hilft dabei Sojalecithin in einer Menge von maximal 0,2 %.

Im Anschluss folgt das sogenannte Temperieren der Schokolade. Temperieren befasst die thermische und mechanische Behandlung der geschmolzenen Schokolade. Ohne diesen Vorgang hat die Schokolade eine brüchige Konsistenz, ist matt und ist anfällig Fettreif zu bilden.

Im Anschluss wird die Schokolade eingetafelt. Mithilfe von Vibration werden Luftblasen entfernt.

Eine der größten Hürden der Schokoladen Herstellung sind die unterschiedlichen Temperaturen. Pumpen, wie z.B. die Taumelringpumpe, welche problemlos Schokolade in der Herstellung fördern, halten großen Temperaturschwankungen stand. Doch nicht nur das, sie gewährleisten ebenfalls, dass wenig Verschleiß an der Pumpe entsteht. Zusätzlich dazu, ist es sehr wichtig, dass die Pumpe die Temperaturen aufrechterhalten kann und es zu keinerlei Schwankungen kommt. Wird die Schokolade zu heiß, kann sie karamellisieren. Wird sie zu kalt, kommt es zu einer Erstarrung oder Kristallisation. Diese beiden Faktoren führen nicht nur zu einem schlechten Ergebnis, sondern auch zu einer reduzierten Durchflussrate.

Schokoladenpumpen müssen zusätzlich dazu die Verarbeitung von Schokolade (Bohnen zu Bulk) und die Herstellung von Süßigkeiten (Bulk to bar) beherrschen.

Die Anwendung von Pumpen in der Schokoladenindustrie beginnt mit dem Be- und Entladen von den Tankwagen. Weiter gehend muss das Fördermedium von dem einen, zum anderen Produktionsschritt transportiert werden.

Produktionsline eine Confiserie

Welche Pumpenarten eignen sich zum Fördern von Schokolade?

Mit der anspruchsvollen Aufgabe der Förderung von Schokolade steht und fällt ihre Qualität. Schokolade ist abrasiv, karamellisiert und scherempfindlich. Aufgrund dessen ist der Einsatzbereich von Pumpen für Schokolade eher in einem geringeren Drehzahlbereich angesiedelt. Die Lippendichtungen oder Gleitringdichtungen halten das Medium von äußeren Einflüssen fern.

Besonders bei der Förderung von Kakaobutter haben sich beheizte Zahnradpumpen in Edelstahlausführung in vielerlei Hinsicht bewährt. Die Pumpleistung nimmt mit höherer Viskosität zu.

Jegliche Arten der Verdrängerpumpen haben sich gegenüber den Kreiselpumpen eher bewährt für die Förderung von Medien hoher Viskositäten.

Besonders rotierende Verdrängerpumpen, wie zum Beispiel die Exzenterschneckenpumpe eignet sich, aufgrund ihrer schonenden und pulsationsarmen Förderleistung, zur Förderung von Schokolade.

Vor allem aber bietet die Taumelringpumpe von Pumpsystems eine gute Möglichkeit Schokolade schonend von einem Ort zum andern zu transportieren. Sie sind optional temperier- oder kühlbar und besonders schonend zum Medium.

Das darüber hinaus besonders Praktische an unserer Taumelringpumpe ist, dass sie individuell anpassbar auf ihre Wünsche und Ansprüche ist. Kontaktieren Sie uns gerne und erhalten Sie im Anschluss das ideale auf Ihr Produkt abgestimmte Modell unserer Taumelringpumpe.

Falls Sie sich auch für Pumpen in der Molkerei Industrie interessieren, stöbern sie gerne durch unseren nächsten Artikel. Dort erfahren Sie mehr über die Anforderungen und Vorschriften, welche Hersteller an ihre Pumpen stellen.

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