Pumpen für Molkereiprodukte

In der Molkerei Industrie müssen Pumpen vielen Anforderungen und Vorschriften gerecht werden.

Automatische Milchabfüllanlage

Molkereipumpen sind ein wesentlicher Bestandteil der Milchverarbeitung. Sie sind für die Herstellung von Milchprodukten wie Joghurt, Käse und Sahne unerlässlich. Die Pumpen transportieren die Milch von einer Tankstelle zur nächsten und sorgen so für einen reibungslosen Ablauf der Produktion.

Im Jahre 2019 wurden 33 Millionen Tonnen Milch, von rund 4,1 Millionen Milchkühen produziert. Davon wurden deutschlandweit  31,7 Millionen Tonnen Milch verarbeitet.

Der jährliche Konsum eines deutschen Bürgers beläuft sich auf schätzungsweise 117,2 Kilogramm pro Kopf.

Knapp hinter der Fleisch Industrie gehört die Molkerei Industrie zu den wichtigsten Industriezweigen der Lebensmittelindustrie. Mithilfe von 212 Betrieben deutschlandweit, wird jährlich ein Umsatz von 29,6 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Was stellt die Molkerei Industrie her?

Die Molkerei Industrie kauft gekühlte Rohmilch von Züchtern und Bauern. Die Rohmilch stammt entweder von Kühen, Schafen oder auch Ziegen. Im Anschluss wird sie zu den verschiedensten Milchprodukten verarbeitet. Diese Milchprodukte können Milch, Joghurt, Butter und noch einiges mehr sein. Zusätzlich dazu wandelt die Molkerei Industrie Milchprodukte ebenfalls in sogenannte Nebenprodukte um. Dazu gehört zum Beispiel das Milchpulver. Milchpulver entsteht, indem Milchprodukten ihr gesamtes Wasser entzogen wird.

Zu unseren Pumpen für die Milchindustrie

Zu den Pumpen

Was sind Milchprodukte?

Was genau Milchprodukte sind, ist gesetzlich geklärt im Milch- und Fettgesetz in Verbindung mit der Milcherzeugnisverordnung. Für zum Beispiel Butter und Käse gelten gesonderte Verordnungen.

Das Milch- und Fettgesetz regelt die Schnittstelle zwischen den Molkereien, welche  beliefert werden und wie mit den Produkten verfahren wird. Zusätzlich dazu beinhaltet es die Liefer- und Abnahmeverpflichtungen. Ebenso definiert es den Fettgehalt der Produkte und auch Preisvorgaben und Regelungen im Bezug auf Bußgelder.

Es wird unterschieden in behandelte und auch unbehandelte Milchprodukte. Es gibt aber auch fermentierte Milcharten oder aber Produkte, welche aus Milchbestandteilen extrahiert werden.

Unbehandelte Milchprodukte sind zum Beispiel Rohmilch, Vorzugsmilch und Rohmilchkäse.

Zu den behandelten Milchprodukten gehören Dauermilchprodukte, unter anderem Kondensmilch, Milchpulver, Molkepulver und auch Sahnepulver. Ebenso gehören noch einige verschiedene Milchsorten dazu. Diese Milchsorten sind beispielsweise entrahmte Milch, Magermilch, homogenisierte Milch, pasteurisierte Milch oder auch sterilisierte Milch. Zusätzlich dazu gehört die teilentrahmte oder fettarme Milch, thermisierte Milch, ultrahocherhitzte Milch, die Vollmilch und die ESL-Milch dazu. ESL-Milch bedeutet extended shelf life - also längere Haltbarkeit im Regal. Die Haltbarkeit liegt ungefähr zwischen pasteurisierter und der ultrahocherhitzten haltbaren Milch.

Zu der Gruppe der fermentierten Milchprodukten zählt Butter, Butterschmalz, Halbfettbutter, Käse, Frischkäse, Weichkäse, halbfester Schnittkäse, Schnittkäse und Hartkäse. Sogenannte Milchmischerzeugnisse sind ebenfalls fermentierte Milchprodukte. Die Milchmischerzeugnisse gliedern sich außerdem in Molke, Quark, Sahne, Kaffeesahne, Sauermilch-Produkte, Buttermilch, Dickmilch, Joghurt, Kefir, Schmand und Creme Fraiche.

Abgefüllte Milchprodukte und milchähnliche Erzeugnisse

Welche Anforderungen müssen Pumpen in der Molkerei Industrie erfüllen?

In der Molkerei Industrie haben Abfüllanlagen ein großes Einsatzspektrum und müssen während des Pumpvorgangs vielerlei Zwecke erfüllen können. Sie müssen problemlos Milch lagern, sammeln und entladen können, dadurch soll der Fahrer Zeit sparen.

Zusätzlich dazu, benötigt die Molkerei Industrie Pumpen zur Pasteurisierung. Bei der Pasteurisierung werden die Flüssigkeiten kurzzeitig sehr stark erhitzt. Dadurch können Mikroorganismen und Bakterien abgetötet werden. Die Pumpleistung muss demnach diesen hohen Temperaturen standhalten können.

Außerdem wird eine Pumpenart für Filtrationsanlagen benötigt. Typischerweise wird dabei Molke filtriert. Dadurch kann das Molke-Protein extrahiert werden. Innerhalb von Milchprodukten befindet sich zum einen das Molke-Protein und zum anderen das Casein-Protein.

Zu dem sollte die Pumpentechnik in der Molkerei Industrie das eindampfen beherrschen. Dabei wird die Milch systematisch eingedickt. Das erreicht man, indem der Flüssigkeit die Feuchtigkeit entzogen wird. Dieser Zustand wird mithilfe eines Vakuums unter sehr hohen Temperaturen herbeigeführt.

Die Pumpsysteme müssen mit CIP und SIP Reinigungssystemen kompatibel sein. Diese Systeme sind unumgänglich, um eine Produktionssicherheit und ein hohes Maß an Hygiene zu erreichen.

Pumpenhersteller für Pumpen in der Molkereiindustrie müssen zusätzlich eine Lösung bieten für die Abwasserbehandlung. Abwasser kann mit vielerlei Feststoffteilchen, wie zum Beispiel Glas-, Papierresten oder verschiedensten Fasern belagert und verschmutzt sein. Eine Lösung bietet hierbei ein Pumpentyp, welcher robust, zuverlässig und korrosionsbeständig ist.

Welche Pumpen eignen sich für Molkereiprodukte?

Für Pumpen, die ihr Anwendungsfeld in der Lebensmittelindustrie haben, gelten viele Vorschriften.

An Milchpumpen werden ganz besonders strenge Hygienevorschriften gestellt. Jegliche Milchprodukte sind leicht verderblich und besonders anfällig für Keime und Bakterien. Als Materialoberfläche, welche mit dem Fördermedium in Kontakt kommt, eignet sich am besten Edelstahl 1.4404.

Eine EHEDG oder aber 3A Zertifizierungen sind Indikatoren für eine geeignete Ausführung. Außerdem ist für Hersteller von Molkereiprodukten eine EU Verordnung 1935/2014 für Milchpumpen erforderlich.

Milchpumpen sollten selbstentleerend und totraumfrei sein und CIP Systeme sollten problemlos funktionieren.

Eine Oberflächenrauhigkeit von kleiner als 0,8 µm, erschwert es Keimen sich auszubilden.

Eine schonende Förderleistung spielt besonders bei dem Pumpen von Käse eine große Rolle, dadurch kann die Konsistenz beibehalten werden.

Neben den hygienischen Kreiselpumpen eignen sich auch verschiedene Arten von Verdrängerpumpen sehr gut.

Zu den Kreiselpumpen gehören Radialpumpen, Diagonalpumpen, Seitenkanalpumpen, Peripheralradpumpen und Axialpumpen.

Innerhalb von Kreiselpumpen, auch Zentrifugalpumpen genannt, rotiert ein Laufrad. Die dadurch entstehende Saugrichtung befördert das Fördermedium in die Pumpe. Das Funktionsprinzip basiert auf den Gesetzen strömender Flüssigkeiten. Kreiselpumpen funktionieren nur, wenn das Fluid die Pumpe vollständig ausfüllt. Innerhalb dieser Flüssigkeit dreht sich nun das Laufrad und sorgt für einen geringen Druck in der Mitte des Behälters. Das bewirkt, dass der Durchfluss sich parallel (axial), senkrecht (radial) oder diagonal bewegt.

Jedoch bei abrasiven Flüssigkeiten mit vielen Feststoffteilchen oder Medien hoher Viskosität kommen eher Verdrängerpumpen zum Einsatz.

Verdrängerpumpen haben alle eine hohe Flexibilität, was den Aggregatzustand oder die Viskosität des Fördermediums angeht. Hierbei sind besonders beliebt die Drehkolbenpumpen, Schraubenspindelpumpen oder auch Membranpumpen.

Aber auch unsere Taumelringpumpe vereint alle Eigenschaften für die ideale Förderung von Molkereiprodukten. Sie ist schonend zum Pumpmedium, schnell und einfach zu reinigen und die Dichtungssysteme sind leicht zu wechseln. Zusätzlich dazu ist sie ressourcenschonend & energieeffizient und CIP und SIP System freundlich. Außerdem fördert sie problemlos bei einer Temperatur von bis zu 205 Grad Celsius.

Machen Sie sich gerne selbst ein Bild von ihrer Funktionsweise und ihren Vorteilen. Mehr dazu finden Sie in unseren Produktbroschüren.

Produktbroschüre (DE)

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Nutzen Sie noch heute die Möglichkeit sich Ihre individuell angepasste Taumelringpumpe bequem zu mieten oder zu bestellen. Stöbern Sie gerne durch unsere Modellübersicht und kontaktieren uns während unseren Öffnungszeiten, falls Sie Fragen haben. Wir beraten Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

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