Anwendung und Funktion von Pumpen in der Chemieindustrie

Bei chemischen Stoffen spielt die Wahl der perfekten Pumpe eine der wichtigsten Rollen.

Gefüllte Reagenzgläser

Die Chemieindustrie ist ein wichtiger Teil der deutschen Wirtschaft. Sie umfasst die Herstellung und Verarbeitung von chemischen Erzeugnissen. Die Chemieindustrie ist ein sehr vielfältiger Wirtschaftszweig. In Deutschland sind rund 4.000 Unternehmen in diesem Bereich tätig. Sie beschäftigen mehr als eine Million Menschen und erwirtschafteten 2018 einen Umsatz von über 200 Milliarden Euro.

Chemieindustrie Definition

Die Chemieindustrie beschäftigt sich mit der Herstellung von chemischen Stoffen. Dieser Wirtschaftszweig stellt Stoffe für andere Industriezweige her. Wichtige Beispiele dafür sind die Lebensmittelindustrie, Automobilindustrie, Kunststoffindustrie, Maschinenbau, Baustoffhersteller und die Glasindustrie. Produkte, die unter die Klassifikation der Chemieindustrie fallen, sind organisch und anorganische Chemikalien, Kunstoffe, pharmazeutische Erzeugnisse und Düngemittel.  Außerdem dazu gehören Seifen, Reinigungsmittel, Klebstoffe und noch viele weitere chemische Erzeugnisse.

Was gehört zur Chemieindustrie?

Förderung von ätzenden, aggressiven oder anderweitig herausfordernden Eigenschaften umfasst im allgemeinen die Chemieindustrie. Diese Stoffe können pflanzlich, tierisch oder mineralischen Ursprung haben. Darunter fallen Reinigungsprozesse und Beladungsprozesse beispielweise von Tanks oder Produktionsanlagen. Außerdem die individuelle Dosierung und der Transfer chemischer Stoffe.

Beispiele für typische chemische Fördermedien sind Säuren, wie Salpetersäure oder Salzsäure, Kohlenwasserstoff, Ammoniak oder Farben und Lacke.

Man unterscheidet zwischen drei unterschiedlichen Verfahren in der Chemieindustrie. Es gibt zum Beispiel die Extraktion. Die Extraktion ermöglicht die Trennung von flüssigen, als auch festen Stoffen mithilfe eines Lösungsmittels. Als zweites gibt es noch das Verfahren der Verarbeitung, welches die Stoffe zum gewünschten Endprodukt verarbeitet. Das dritte Verfahren ist die Transformation. Dabei werden mithilfe von chemischen Reaktionen Produkte erzeugt, welche sich in den chemischen Eigenschaften von Ausgangsprodukt unterscheiden.

Welche Pumpen sind geeignet für Chemikalien?

Bei chemischen Stoffen spielt die Wahl der perfekten Pumpe eine der wichtigsten Rollen. Geeignete Fördermittel für Chemiefabriken sind zum Beispiel horizontale Kreiselpumpen. Diese fördern hoch aggressive Medien, wie zum Beispiel Säuren und halten das Medium im Kreislauf. Sie ermöglichen eine schnelle Entleerung und sind mit unterschiedlichen Förderleistungen erhältlich.

Ebenso geeignet für Chemiefabriken sind Magnetkreiselpumpen. Magnetkreiselpumpen nutzen, wie der Name bereits sagt die Anziehungs- und Abstoßungskräfte zwischen zwei Dauermagneten in beiden Seiten der Pumpe und ermöglichen eine berührungslose Übertragung.

Radialpumpen, gehören zu den Kreiselpumpen und werden in der Chemie am häufigsten genutzt. Sie fördern radial, was bedeutet, das Fördermedium tritt ein und wird durch ein Rad gefördert. Anschließend tritt es wieder senkrecht durch ein Spiralgehäuse aus.

Problemlos förderbar sind Flüssigkeiten mit Gasanteilen durch eine Seitenkanalpumpe. Sie vereinigt Kreisel- und Verdrängerpumpe in einem.

Beispiele für förderbare Medien der Seitenkanalpumpe sind Benzin und Diesel, aber auch flüchtige Chemikalien, wie Butadien oder auch Wasser und Dampfkondensate.

Hochviskose Flüssigkeiten, Schlämme, feststoffhaltige Medien werden am besten von Exzenterschnecken gefördert. Sie gehört zu den Verdrängerpumpen, was bedeutet, sie fördern das Medium in einen Raum um es anschließend wieder von dort zu verdrängen.

Der Wirkungsgrad von Drehkolbenpumpen zum Beispiel ist höher als der von Verdrängerpumpen. Dadurch wird Energie und Kosten gespart. Sie fördern schmierende, als auch nicht schmierende Stoffe und überzeugen durch einfache Handhabung und Bedienung.

Auch unsere Taumelringpumpe, eine innovative Bauart der Verdrängerpumpe, eignet sich zur Förderung von chemischen Stoffen. So erleichtert sie die Förderung von Farben und Lacken und überzeugt mit ihrer leichten Reinigung. Ebenso relevant ist sie für den Pharmamarkt und die Kosmetik- und Lebensmittelindustrie. Sie verfügt über eine problemlose Änderung der Förderrichtung, wählbare Anschlussarten und Ausrichtung der Pumpe. Sie ist FDA konform und somit Lebensmittel echt, ATEX zertifiziert und nach EN 60204-1 genormt. Wir bieten Ihnen eine flexible Pumpe und die Möglichkeit Sie gerne zu beraten. Unsere Taumelringpumpe gibt es in allen Größen auch zur Miete.

Seit wann gibt es Chemie?

Die Chemie als Naturwissenschaft entstand im 17. und 18. Jahrhundert. Ursprung darin lag in der Antike. Damals beruhten die Verfahren auf reiner Erfahrung. Genannt wird dieses Verfahren Metallurgie. Metallurgie umfasst im Allgemeinen, die Gewinnung und Nutzung von Metallen. Mit Einbeziehung der Astrologie und einem esoterischen Weltverständis entstand die Alchimie. Alchimisten forschten und wandelten Stoffe um und legten dadurch Bausteine für die heutige Chemie.

Wobei der wesentliche Nutzen der Alchemie darin lag den Stein der Weisen und das Lebenselixier zu finden. Um das 12. Jahrhundert herum brach ein Alchimieboom aus und dadurch gelangen die Themengebiete der Alchemie immer mehr in den Vordergrund. Mit den Jahren und Erkenntnissen dieser beiden Bereiche ebnete sich der Weg für die Arzneiherstellung im 16. Jahrhundert. Daraufhin folgte Elektrochemie, Farbenchemie, Polymerchemie und viele mehr.

Im 19. Jahrhundert begann der Aufstieg der Chemieproduktion, als Schwerpunkt der industriellen Produktionsweise. Dies brachte jedoch einige Folgen mit sich. Aufgrund des fehlenden Gedankens über Arbeits- oder Umweltschutzmaßnahmen litt die Gesundheit von Mensch, Tier und vor allem die Umwelt enorm.

Doch in heutigen Zeiten der Energiekrise kann uns die Chemieindustrie helfen. Durch die Produktion von grünem Wasserstoff, können Erdgas-Engpässe gut überwunden werden. Glaubt man einigen Wissenschaftlern, so könnte Heizen mit fossilen Rohstoffen bald der Vergangenheit angehören.

Zerlegt man Wasserstoff mit einem Elektrolyseur in seine Einzelteile, nämlich Wasserstoff und Sauerstoff, erhält man grünen Wasserstoff. Dieses Elektrolyseverfahren wird angetrieben durch erneuerbare Energien. Eingesetzt werden kann der grüne Wasserstoff nun vielseitig, beispielsweise für die Wärmeerzeugung, als Energieträger eines Stromsystems oder auch im Verkehr. Die Chemieindustrie profitiert von dem grünen Wasserstoff ebenfalls. Die Wasserstoffproduktion liefert zur Stahlerzeugung oder für die Erzeugung chemischer Grundprodukte wichtige Bausteine.

Wasserstofferzeugungspipeline
Eine Wasserstofferzeugungspipeline

Deutschlands aktueller Energiemix besteht aus Kernenergie, fossilen Energieträgern und erneuerbaren Energien. Fossile Energieträger beinhalten Erdöl oder Kohle und erneuerbare Energien wie beispielsweise Windkraft oder Sonnenenergie. Um uns unabhängiger zu machen von großen Energiekonzernen, sollten wir einen Umstieg auf rein erneuerbare Energien in Erwägung ziehen. Grüner Wasserstoff ist dafür scheinbar eine gute Möglichkeit.

Was produzieren Chemiekonzerne?

Ein breites Produktsortiment stellt die Chemieindustrie her. Teilweise bekommen wir davon nicht direkt etwas mit. So kommt es, dass die wichtigsten Stoffe, welche hergestellt werden Spezialchemikalien zur Weiterverarbeitung sind. Die wichtigsten Abnehmer dafür sind Kunststoffverarbeiter und die Auto-, Verpackungs- und Bauindustrie. Nur rund 30 Prozent gelangen direkt an den Endverbraucher.

Mehr über die Anwendung und Funktion von Wasserpumpen können Sie in folgendem Artikel lernen.

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